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Berichte 2024

Müssen gerade eine Schwächephase überstehen

16. April 2024
VfB Obertürkheim – SV Horrheim 4:0 (0:0)
„Wir tun uns gerade ein bisschen schwer, unsere PS auf den Platz zu kriegen“, fasst SVH-Trainer Carsten Kruppa zusammen. „Das kommt bei einer jungen Mannschaft auch mal vor. Wir waren fast komplett, auch wenn wir nur zwei Auswechselspielerinnen hatten. Und letzte Woche war das Durchschnittsalter 20,8 Jahre, da hat man einfach Schwankungen drin. Um eine Saison lang auf einem Level zu spielen, gehört viel Erfahrung dazu, das ist ganz normal.“ Die Gastgeberinnen aus Obertürkheim hatten in der ersten Halbzeit die besseren Chancen, doch beim Stand von 0:0 wurden die Seiten gewechselt. „Ab der 60. Minute haben eigentlich nur noch wir gespielt“, sagt Kruppa. „Aber uns fehlt die Durchschlagskraft, wir haben gerade ein bisschen Pech an den Schuhen.“ Beim 0:1 konnten die Gäste nicht klären, als sich Naxhije Allaqi durch die Mitte spielte. Das 0:2 fiel durch einen Elfmeter. „Keiner weiß, warum“, ärgert sich Kruppa. „Wenn es ein Foul war, dann war es nicht innerhalb. Aber aus unserer Sicht war es gar kein Foul.“ Die Treffer drei und vier für Obertürkheim waren die Folgen von Kontern. „Das waren zwei Sonntagsschüsse, die waren halt drin“, sagt der SVH-Trainer. „Denn wir hatten kurz nach dem 0:2-Rückstand das Herz nochmal in die Hand genommen und versucht, das Spiel zu drehen. Dass man dann in einen Konter läuft, ist dann Schicksal.“ Auf Seiten der Gastgeber setzte lediglich Lena Müller einen Schuss knapp übers Tor. „Außerdem hatten wir ein paar Halbchancen“, sagt Kruppa. „Wir hatten so lange einen positiven Lauf, jetzt müssen wir gerade eine Schwächephase überstehen.“

Am Ende zählen die Punkte

15. April 2024
SV Horrheim – SGM Sachsenheim 1:0 (0:0)
Sergej Hilgenberg hatte Mitleid mit den Fans. „Das war ein kompletter Sommerkick und wahrscheinlich füchterlich für die Zuschauer“, mutmaßt der Trainer der Hausherren und ergänzt: „Am Ende zählen aber die Punkte und die haben wir eingefahren.“ Dabei war seine Mannschaft zumindest in der ersten Halbzeit nicht wirklich präsent. Wesentlich gefährlicher waren die Gäste, die über ihre linke Seite immer wieder gute Möglichkeiten kreierten. Allerdings schaffte es Horrheim, die Situationen immer wieder gut zu verteidigen. Auch Keeper Pablo Kraft war regelmäßig zur Stelle. Nur einmal war der SVH gefährlich. Ein Schuss von Dominik Bahmer war jedoch zu unplatziert. Die Unzulänglichkeiten wurden in der Pause angesprochen. Hilgenberg stellte um. „Die Wechsel haben frischen Wind gebracht. Das haben wir gebraucht“, erklärt der Übungsleiter. Nach einer guten Stunde kombinierte seine Mannschaft ansehnlich nach vorne. Ein Pass in die Schnittstelle fand David Klenk, der vor dem Tor cool blieb und zur Führung vollstreckte (61.). In der Folgezeit passierte nicht mehr viel. Beide Mannschaften leisteten sich noch einige Fouls und kassierten dafür Gelbe Karten.

SGM hat verdient gewonnen

08. April 2024
SGM Riexingen – SV Horrheim 1:0 (1:0)
Schon nach zwölf Minuten fiel gestern in Oberriexingen das Tor des Tages. „Wir haben gut angefangen und dementsprechend auch schnell das 1:0 gemacht“, freut sich SGM-Trainer Roman Kaisar. „Finley Buchenroth setzte sich über links im Eins-gegen-eins durch und spielte in den Sechzehner rein zu Nils Gutscher, der rechts unten zum frühen Siegtreffer einschob. Dann haben wir es bis zur 25. Minute gut gemacht, gepresst und Chancen herausgespielt, aber später haben wir zu viele Fehler gemacht.“ Trotz einer entsprechenden Pausenansprache brachten die Gastgeber in der zweiten Halbzeit spielerisch nicht auf den Platz, was sie laut Kasiar können. „Wir hatten trotzdem fünf, sechs Hundertprozentige, aber wir haben unsere Chancen nicht genutzt“, berichtet er. Doch am Ende blieb der frühe Treffer von Gutscher der einzige der Partie. „Wir haben es zum Glück nach Hause gebracht und irgendwie gewonnen, unterm Strich war es das wichtigste in der Situation, in der wir sind. Schön spielen können wir dann, wenn wir mal wieder 5:0 führen. Es war kein gutes Spiel von uns, aber trotzdem hatten wir so viele Chancen wie schon lange nicht mehr“, fasst Kasiar zusammen. Sein Trainerkollege Sergej Hilgenberg vom SVH berichtet von ersten aussichtsreichen Angriffen seiner Mannschaft durch Marius Kohler und Sascha Berger, ehe Gutscher einnetzte. „Sascha war mal über links durch“, sagt der SVH-Trainer. „Da wurde er zu Fall gebracht. Es war ein 50:50-Elfmeter.“ Später habe es Kohler getroffen, „aber da haben wir auch keinen Elfmeter bekommen“, ärgert sich Hilgenberg. „Aufs ganze Spiel gesehen hat der Gegner schon verdient gewonnen, wir hatten zu viele Fehler drin. Hintenraus haben wir aufgemacht, wo Pablo Kraft mindestens vier Mal überragend gehalten hat.“ Und dann zog sich wieder der Unparteiische den Unmut der Gäste zu. Hilgenberg: „Zum Schluss hätte es zum dritten Mal einen Elfmeter geben müssen. Hannes Widmann wurde einen Meter innerhalb des Strafraums abgeräumt. Aber Schiedsrichter hat das Foul nach draußen gelegt und der Freistoß hat uns nichts gebracht.“

Unnötige Niederlage

Zusammenhalt ist gefragt beim SV Horrheim nach der Niederlage.

27. März 2024
Sportvg Feuerbach – SV Horrheim 2:0 (1:0)
Zum ersten Mal seit langer Zeit hat der SV Horrheim in der Fußball-Regionenliga 2 der Frauen mal wieder ein Spiel verloren. Dadurch wurde der SVH vom ersten Tabellenplatz verdrängt. „Verlieren hätten wir nicht müssen. Ein Unentschieden wäre drin gewesen. Feuerbach hat aus fast nichts zwei Tore geschossen und wir haben unsere Chancen nicht genutzt.“ Die Analyse von Carsten Kruppa, dem Trainer des SV Horrheim fiel nüchtern aus. Auf dem kleinen Kunstrasen in Feuerbach fanden die sonst so spielstarken Horrheimerinnen nicht so richtig ins Spiel. Immer wieder spielten sich die Gäste eine Möglichkeit heraus, doch vieles blieb Stückwerk. Die Gastgeberinnen hingegen verteidigten konzentriert und durchaus robust. „Unsere Spielerinnen haben einige Blessuren davon getragen“, berichtet Kruppa. Das lag auch daran, dass der Schiedsrichter viele Aktionen laufen ließ und bei den Zweikämpfen eine sehr großzügige Linie vertrat. Nach einer guten halben Stunde ging Feuerbach nach einem Missverständis in der Horrheimer Abwehr in Führung. „Da kam ein hoher Ball in den Strafraum und die Absprache hat nicht gepasst“, erklärt Kruppa. Seine Spielerinnen hatten mehrfach die Chance den Ball zu klären, taten dies jedoch nicht. Julia Rahle war es schließlich egal. Sie bugsierte den Ball ins Tor (36. Minute). In der zweiten Halbzeit waren noch keine zehn Minuten gespielt, da nutzte Wedis Ziegler eine weitere Unachtsamkeit der Horrheimerinnen aus (52.). „Wir hätten wohl noch länger spielen können und hätten nichts getroffen“, mutmaßt Kruppa. Der Übungsleiter fand jedoch auch versöhnliche Worte. „Wegen so einem Spiel lasse ich mir keine grauen Haare wachsen. Wir spielen eine so gute Runde, da dürfen die Mädels auch mal einen schlechten Tag haben.“ Durch die dritte Saisonniederlage zog der TSV Ottmarsheim in der Tabelle am SV Horrheim vorbei und ist nun Spitzenreiter. Das Kruppa-Team findet sich auf dem zweiten Rang wieder.

Zwei unterschiedliche Halbzeiten

25. März 2024
SV Horrheim – FV Löchgau II 0:2 (0:1)
Zwei komplett unterschiedliche Durchgänge sah Sergej Hilgenberg vom SV Horrheim von seinem Team gegen den FV Löchgau II. „In der ersten Halbzeit gerieten wir früh in Rückstand, müssen danach jedoch mindestens ausgleichen, wenn nicht sogar in Führung gehen. In der zweiten Hälfte aber war es dann schwierig gegen den Wind zu spielen und wir konnten uns aus dem Druck der Löchgauer gar nicht befreien“, berichtet er. Hannes Walter hatte die Zweitvertretung des FVL bereits nach vier Minuten in Front gebracht. Zwei Minuten später hatte Marius Kohler die Gelegenheit, im Eins-gegen-eins gegen den Keeper das 1:1 zu machen, scheiterte jedoch aus spitzem Winkel. Nach dem Seitenwechsel war es dann Felix Koppe, der nach einer Stunde Spielzeit auf 2:0 aus Sicht der Gäste stellte. Dazu setzten die Löchgauer auch noch einen Foulelfmeter an den Pfosten (70. Minute). Die letzten fünf Minuten spielten die Gastgeber zudem auch noch in Unterzahl, da Dominik Bahmer die Ampelkarte gesehen hatte.

Einzelaktionen führen zu einem Arbeitssieg

19. März 2024
SV Horrheim – FSV 08 Bietigheim-Bissingen 3:1 (2:1)
„Es war zäh. Wir sind schwer reingekommen und haben uns einige Ballverluste erlaubt“, beschreibt Carsten Kruppa die Anfangsphase seiner Horrheimerinnen. Die Gäste agierten defensiv kompakt und suchten ihr Heil in langen Bällen auf ihre schnellen Außenspielerinnen. Dieses Mittel führte auch früh zum Erfolg. Nach einem weiten Pass zog eine Spielerin aus Bietigheim-Bissingen in den Strafraum und wurde von einer Horrheimerin, die zu spät kam, zu Fall gebracht. Der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt. „Ein berechtigter Elfmeter“, meint Kruppa. Ann-Kathrin Nebel ließ sich die Chance nicht entgehen und brachte die Gäste in Führung (20. Minute).,Vom Rückstand ließen sich die Gastgeberinnen jedoch nicht aus dem Konzept bringen. Gegen den defensiv starken Gast tat sich der Tabellenführer im eigenen Ballbesitz schwer. Es mussten daher Einzelaktionen helfen. Eine solche ergab sich nach einer knappen halben Stunde. Auf der linken Seite wurde Helen Scheer freigespielt. Die Horrheimerin dribbelte in den Strafraum und schloss konzentriert ab. Der Ball landete zum Ausgleich im Netz (27.). Leichter wurde es durch den Treffer nicht, weil die Gäste ihrer Spielweise treu blieben. Mit dem Pausenpfiff war es eine weitere Einzelleistung, die Horrheim in Führung brachte. Einen abgeblockten Schuss nagelte Kerstin Englert mit ihrem schwächeren linken Fuß aus 18 Metern Torentfernung oben rechts in den Winkel (45.) – ein Traumtor. Endgültig entschieden wurde die Partie wenige Minuten nach der Pause. Helen Scheer schnappte sich an der Mittellinie den Ball, ließ sich nicht bremsen und gab ihn erst wieder her, als er im Tor der Bietigheim-Bissingerinnen lag (51.). „Wir hatten deutlich mehr vom Spiel und deutlich mehr Chancen, daher war der Sieg verdient. Man kann aber durchaus von einem Arbeitssieg sprechen“, bilanziert Kruppa.

Horrheim verlor unglücklich

18. März 2024
SV Horrheim – SpVgg Besigheim 2:4 (1:2)
Dass die SpVgg Besigheim nicht umsonst auch weiterhin auf Tabellenplatz eins steht, musste die Mannschaft um Horrheims Trainer Sergej Hilgenberg schmerzlich erfahren: „Zum Schluss waren wir platt. Das hat der Gegner eiskalt bestraft. Dabei hätten wir uns einen Punkt verdient. Mit Spielglück sogar einen Sieg. Schließlich haben wir das Ganze spielerisch gelöst und uns immer wieder sauber durchs Mittelfeld kombiniert.“ Dennoch brachte Patrick Müller die Gäste in der 20. Minute per Kopf in Führung. „Da hat man einfach gemerkt, dass er der Toptorschütze der Liga ist“, konstatiert Hilgenberg. Ein Standard, den Marco Burkhardt ebenfalls per Kopf vollendete, brachte den SVH zurück in die Partie (32.). Doch mit dem Pausenpfiff legte Koray Ödemis nach Einwurf für den Ligaprimus nach (44.). Weil die Horrheimer jedoch viel Druck erzeugten, kamen sie durch eine ansehnliche Doppelpasskombination in Person von Philipp Hachtel wieder zurück (48.). Am Ende jedoch waren es Kay Hachmann (75.), der einen schnell ausgeführten Freistoß veredelte, und Harouna Kaba (90.), welcher erneut nach Eckball traf.

„Wir laufen auf der Felge“

14. März 2024
Horrheim muss in Bissingen womöglich auf Spieler verzichten. Der SV Horrheim tritt in der Fußball-Kreisliga A 3 heute Abend bei der SpVgg Bissingen an. Anpfiff zwischen dem Tabellenneunten und den Horrheimern auf Rang sechs ist um 20 Uhr. Sergej Hilgenberg ist guter Dinge. „Die letzten engen Spielen haben wir alle für uns entschieden“, sagt der SVH-Trainer. Seine Mannschaft hat mit Partien gegen potenzielle Abstiegskandidaten Erfahrung. Am vergangenen Sonntag gewann der Aufsteiger gegen den TSV Häfnerhaslach mit 2:1. Eine Woche davor bejubelte der SVH einen knappen 3:2-Erfolg gegen den TSV Enzweihingen. Auch die SpVgg Bissingen gehört zu den Mannschaften, die um den Ligaverbleib kämpfen. Nur fünf Zähler beträgt der Vorsprung auf die Abstiegszone und nur ein Sieg gelang den Bissingern in den vergangenen sechs Partien. Die 0:5-Niederlage am Sonntag gegen den VfR Sersheim hatte daher Konsequenzen. Der Verein trennte sich gestern von dem spielenden Übungsleiter Jean-Frantz Bien-Aime. Der SV Horrheim ist auf dem Papier also in der Favoritenrolle und steht tabellarisch mit 27 Punkten sehr komfortabel da. Dennoch machen Kleinigkeiten Hilgenberg nachdenklich. „Wir denken jede Woche, dass wir keine Verletzten haben, aber im Training sind dann immer wieder Spieler angeschlagen und fallen dann aus. Wir laufen derzeit so ein bisschen auf der Felge“, erklärt der Coach.

SVH behält Oberwasser

11. März 2024
TSV Häfnerhaslach – SV Horrheim 1:2 (1:1)
Für den Häfnerhaslacher Trainer Gero Scordino hat die Partie gegen den SV Horrheim vor allem einen Lichtblick geboten. „Nach einer Ecke hatten wir in der 24. Minute das 0:1 kassiert“, sagt er über das erste Gegentor durch den frei stehenden Daniel Stierle. „Aber dann haben wir ein sehr gutes Tor rausgespielt. Wir sind auf der linken Seite durch, genau wie wir es im Training einstudiert hatten. Über den Flügel zum Tor durchgestoßen und dort zum Schuss gekommen.“ Maik Kheim zog in der 35. Minute zum 1:1-Ausgleich ab. „Dadurch sind wir mit einem Unentschieden in die Pause gegangen und danach auch wieder gut ins Spiel gekommen“, sagt Scordino. „Aber dann haben wir durch einen individuellen Fehler nach einem Pass in die Mitte das 1:2 kassiert.“ Seitens des SV Horrheim sagt Sascha Berger: „Wir waren gut im Spiel. Die letzten Wochen war es so, dass wir immer ein bisschen nachgelassen haben, wenn wir in Führung waren. Das war auch dieses Mal so. Häfnerhaslach ist aufgekommen, hat Diagonalbälle gespielt und ist Konter gefahren. So haben wir auch das Gegentor kassiert. Da waren unsere Abwehrspieler zwar dran, aber der Ball ist schön ins Eck.“ Doch am Ende hatte Horrheim die Nase vorn. „Nach einem Angriff über die linke Seite hat der Außenstürmer Oskar Seiler den Ball in die Mitte gespielt zu Emil Arnold, der gut einschob“, sagt Berger über das 2:1 in der 57. Minute das die Partie entschied.

Schiedsrichter-Frust beim SV Horrheim

12. März 2024
SV Winnenden – SV Horrheim 3:3 (0:2)
Der Tabellenführer spielt im Spitzenspiel der Fußball-Regionenliga 2 in Winnenden nur 3:3-Unentschieden. Zahlreiche Entscheidungen des Unparteiischen sorgen für Unverständnis. Carsten Kruppa war nach dem Spiel bedient. „Ich möchte eigentlich nichts gegen Schiedsrichter sagen, aber das, was gepfiffen wurde, war schon sehr seltsam“, stellt der Trainer des SV Horrheim fest. Doch der Reihe nach. Im Spiel gegen den Tabellenzweiten erwischten die Gäste einen Start nach Maß. Nach einer Flanke scheiterte Nele Sophie Burger mit ihrem ersten Versuch noch an der Torfrau aus Winnenden. Den Nachschuss versenkte sie in der kurzen Ecke zur frühen Führung (2. Minute). Horrheim lieferte eine engagierte Leistung ab. „Wir haben gegen den Ball gut gespielt und hoch gepresst“, berichtet Kruppa. Die Gastgeberinnen kamen derweil kaum ins Spiel und waren nur mit Weitschüssen sporadisch gefährlich. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit traf Lena Müller aus der Distanz zum 2:0 (45.+2). Bei einer besseren Chancenauswertung hätte der SVH zur Pause auch höher führen können. Auch nach dem Seitenwechsel hatte der Spitzenreiter das Spielgeschehen unter Kontrolle. Allerdings geriet nun immer mehr der Referée in den Mittelpunkt. Zwei Horrheimer Tore wurden aberkannt – beide aufgrund einer vermeintlichen Abseitsstellung. Eine Situation erregte die Gemüter besonders. Nach einem Eckball köpfte Romy Truckseß den Ball ins Tor. Die Spielerinnen liefen schon jubelnd zur Eckfahne, da pfiff der Schiedsrichter und hob den Arm. Er glaubte im Anschluss an den Eckball eine Abseitssituation erkannt zu haben. „Sowas habe ich in dieser Form noch nie erlebt“, ärgert sich Kruppa. Zu allem Überfluss kassierte sein Team völlig aus dem Nichts den Anschlusstreffer. Nach einem Eckstoß staubte Lea Natanni ab (70.). Die Gäste zeigten jedoch sofort eine Reaktion. Erneut war es Lena Müller, die aus der Distanz ins Schwarze traf (71.). „Nach dem 3:1 dachten wir, das Spiel sei durch, aber dann hat der Schiedsrichter zum wiederholten Mal spielentscheidend eingegriffen“, erzählt Kruppa. Ein Pass in die Spitze erreichte die – vermeintlich klar im Abseits stehende – Stürmerin der Gastgeberinnen Marina Müller, die zum 2:3 einschob (73.). „Alle knappen Abseitsentscheidungen wurden gegen uns gepfiffen und wenn der Gegner klar im Abseits stand, wurde gar nicht gepfiffen“, erklärt der SVH-Trainer. Das Durcheinander sorgte für Verwirrung bei seiner Mannschaft, die sich in der Folgezeit schwertat. Das monierte Kruppa auch: „Nach dem zweiten Gegentor kippte das Spiel und wir haben nicht mehr ordentlich verteidigt. Das darf uns nicht passieren.“ Eine Fehlerkette der Horrheimerinnen nutzte Maleen Masur zum Ausgleich (77.). Dementsprechend durchwachsen fiel die Analyse aus. „Wir waren 70 Minuten lang die klar bessere Mannschaft. Es war ein Spiel zum Lernen. Am Ende ist da die Enttäuschung über zwei verlorene Punkte“, sagt Kruppa, der aber auch betont, dass nicht nur der Schiedsrichter in diesem Spiel zu einem Faktor wurde. Bei besserer Chancenverwertung hätte seine Mannschaft das Spiel auch trotz strittiger Entscheidungen gewinnen können.

Horrheim setzt sich an die Spitze

Helen Scheer (links) vom SV Horrheim ist von ihrer Gegenspielerin nicht zu bremsen. Im Spitzenspiel vergibt sie zwar einige Chancen, bereitet aber auch ein Tor vor.

05. März 2024
SV Horrheim – TSV Münchingen II 2:0 (0:0)
Die Fußballerinnen des SV Horrheim haben das Spitzenspiel der Regionenliga 2 gegen den Tabellenführer TSV Münchingen II gewonnen und übernehmen damit selbst die Spitzenposition. Beiden Mannschaften war in der Anfangsphase die Nervosität anzumerken. Es spielten sich viele Aktionen im Mittelfeld ab. Beide Teams leisteten sich einige Fehlpässe und Stockfehler. „Man hat gemerkt, dass die Spielerinnen aufgeregt waren, weil es um viel ging“, sagt auch Carsten Kruppa, der Trainer des SV Horrheim. Eine erste Chance hatte die Mannschaft aus Münchingen. Ein Kopfball verfehlte das Horrheimer Tor knapp (13. Minute). Die Gäste mussten nach einer Viertelstunde verletzungsbedingt eine zentrale Abwehrspielerin auswechseln. Damit veränderte sich die Dynamik des Spiels und die Gastgeberinnen übernahmen das Kommando. Nach 25 Minuten eroberte Helen Scheer den Ball vor dem Strafraum der Münchingerinnen, scheiterte aber an deren Torfrau Lara Grausam. Eine Minute später fand Scheer freistehend erneut in Grausam ihre Meisterin (26.). Der SVH wurde von Minute zu Minute stärker. Die Gäste verlegten sich nur noch auf lange Bälle, die von der Horrheimer Abwehr gut verteidigt wurden. Im Angriff war Helen Scheer kaum zu halten. Ihr Sololauf über das halbe Feld wurde erst kurz vor dem Strafraum gestoppt. Kurz darauf zielte Lena Müller mit einem Freistoß aus 25 Metern knapp am Tor vorbei (42.). Vor der Pause ergab sich noch zwei Mal die Chance zur Führung. Erst schoss Lea Schmid alleine vor dem Tor knapp vorbei. Dann verpasste Scheer eine Hereingabe um Haaresbreite (45.). Ohne Tore wurden die Seiten gewechselt. „Wir wollten in der zweiten Halbzeit nicht mehr so viel vertikal spielen. Das haben wir dann streckenweise besser gemacht“, lobt Kruppa. Es dauerte keine fünf Minuten, da belohnte sich seine Mannschaft. Kerstin Englert verwandelte eine Hereingabe der starken Helen Scheer zur Führung (50.). Zwanzig Minuten später landete ein Seitenwechsel bei Englert, die aus 16 Metern für die Entscheidung sorgte (69.). „Das Ergebnis spiegelt das Spiel ganz gut wider, auch wenn wir spielerisch schon bessere Tage hatten“, resümiert Kruppa.

SVH erwischte den besseren Start

Ein Duell auf Augenhöhe liefern sich Thomas Trinkl vom SV Horrheim (links) und Jannik Aldinger aus Enzweihingen.

04. März 2024
SV Horrheim – TSV Enzweihingen 3:2 (1:1)
Den besseren Start erwischten die Horrheimer. „Wir sind gut ins Spiel gekommen und haben die Führung schön rausgespielt“, berichtet SVH-Coach Sergej Hilgenberg. Emil Arnold sorgte nach einer guten Viertelstunde nach einer Hereingabe für die Führung (16. Minute). Danach kamen die Gäste besser ins Spiel – auch darum, weil die Horrheimer es zuließen. „Nach dem Tor standen wir zu tief und haben den Gegner kommen lassen“, moniert Hilgenberg. Enzweihingen nutzte das gnadenlos aus. Einen Konter veredelte Cihat Aytac zum Ausgleich (33.). Nach dem Seitenwechsel dauerte es nicht lange, ehe Florian Brosi die Hausherren wieder in Führung schoss. Nach dem Muster des ersten Treffers verwandelte er nach 47 Minuten. Die Gäste wehrten sich jedoch redlich und wurden für ihre Mühe belohnt. Aus dem Getümmel heraus versenkte Aytac einen Abpraller (61.). „Da haben wir uns richtig blöd angestellt“, kommentiert Hilgenberg. Per Freistoß aus rund 30 Metern sorgte Daniel Stierle aber doch noch für den Horrheimer Siegtreffer (87.). Der TSV-Keeper sah beim Gegentor nicht allzu gut aus. Kurz vor dem Ende hatten die Gäste noch die große Chancen auf den Ausgleich. „Einer unserer Spieler wird von einem Horrheimer vor der Torlinie umgegrätscht und der Schiedsrichter pfeift keinen Elfmeter. Das Glück ist derzeit nicht auf unserer Seite“, ärgert sich Liborio Palascino. Der Enzweihinger Trainer lobte dafür den Kampfgeist seiner Mannschaft. „Da hat unser Spieler eine Monstergrätsche ausgepackt“, erklärt Hilgenberg die Situation, in der er kein Foul gesehen hatte.

Freude über Mitgliederzuwachs beim SV Horrheim

Der Vorstand des SV Horrheim (von links): Markus Messirek, Marion Beck, Joachim Müller und Reiner Bischoff.

03. April 2024
Gute Nachrichten hat es bei der Mitgliederversammlung des Sportvereins Horrheim gegeben: Angesichts der steigenden Mitgliederzahlen könne man bald die 1000er-Marke anpeilen. Schriftführerin Dorrit Müller meldete für das vergangene Jahr im gesamten Sportbereich 125 Neuzugänge und 63 Austritte. Ende des Jahres waren es 906 Mitglieder. Der Vorsitzende Markus Messirek hatte zu Beginn der Versammlung unter anderem darüber informiert, dass ein Vodafone-Funkmast am oberen Sportplatz geplant sei. Hier werden die Bauarbeiten voraussichtlich in diesem Jahr beginnen. Die neue Schatzmeisterin Marion Beck stellte bei ihrer Präsentation eine detaillierte Aufstellung der Ein- und Ausgaben dar. Demnach könne der Verein zufrieden sein. Trotzdem gelte es zu sparen, wo es möglich sei. So bleibe dem SVH auch weiterhin nichts anderes übrig, als bei den diversen Sportveranstaltungen, Festen und ähnlichem Helfer zur Verfügung stellen. Bei den Heimspielen der gesamten Fußballabteilungen funktioniere die Bewirtung in den Hütten sehr gut, da alle SVH-Abteilungen zum Helfen aufgerufen seien, sagte Reiner Bischoff, Vorstand Infrastruktur und Wirtschaft. Der SVH hat vier große fest eingeplante Veranstaltungen: den Wandertag im Januar, Aera-Cup im Juli, Weißwurstessen und das Kirbe-Essen im November. Auch hier sei immer eine große Helferschar dabei. Eine umfangreiche Pflege sei auch bei den beiden Rasenplätzen am Sportplatzareal nötig. Trotz vieler Helfer wünsche sich der Vorstand noch mehr Hilfsbereitschaft, denn ohne Unterstützung der Mitglieder gehe es nicht. Der Sportverein peilt die 1000er-Marke an. Bei der Versammlung wird betont, dass für die neue Saison dringend Jugendtrainer gesucht werden. Joachim Müller, Vorstand Sport, blickte auf ein turbulentes Jahr zurück: Aufstieg der Aktiven Männer, Klassenerhalt der Frauen und noch der Sieg beim Stadtpokal der Männer. Spielleiterin Sabrina Freier vom Frauenfußball berichtete, dass die bisherige Saison 2023/2024 für die Damenmannschaft des SVH eine großartige Erfahrung gewesen sei; es gibt zwei Mannschaften in der Regionenliga 2 und ein Sportgemeinschaftsteam in der Bezirksliga. In der Regionenliga habe es noch zum Klassenerhalt gereicht. Spielleiter Lucas Brosi vom Männerfußball rief die B6-Meisterschaft 2022/23 der ersten Mannschaft in Erinnerung. Die Zweite erspielte sich den elften Platz in der Kreisliga B7. Von 145 aktiven Fußballkindern – 86 Junioren und 59 Juniorinnen – berichtete der Fußball-Jugendleiter Dennis Krieger. Stolz sei der SVH auf 21 eigene Jugendtrainerinnen und -trainer und zehn Jugendmannschaften: bei den Junioren von B1 bis Bambinis, bei den Juniorinnen C-, D- und E- Mannschaften. Für die neue Saison würden aber dringend Jugendtrainer gesucht, teilt der Verein mit. Die Abteilung der Alten Herren ist laut Leiter Volker Gänzle mit insgesamt 60 Mitgliedern – davon 30 Aktive – gut aufgestellt. Die Gesamt-Gymnastik Abteilungsleiterin, Melanie Mrowetz, stellte ihre Gruppen vor, darunter Fit ins Alter, Männerfitness und seit vergangenem Jahr Capoeira. Alle Gruppen seien sehr gut besucht. Kassenprüfer Ralf Mrowetz, in Zusammenarbeit mit Saskia Bubser, stellte keine Beanstandungen fest. Die Mitglieder stimmten für die Entlastung des Vorstandes. Bei den Wahlen zum Vorsitzenden wurde der bisherige Amtsinhaber Markus Messirek einstimmig für zwei Jahre wiedergewählt, ebenso der bisherige Vorstand Wirtschaft und Infrastruktur, Reiner Bischoff. Für das Amt Vorstand Finanzen wurde Marion Beck einstimmig neu gewählt.

Ehrungen beim SV Horrheim
40 Jahre (Gold): Walter Kienle.
25 Jahre (Silber): Edith Abel, Tobias Burger, Marco Dupper, Claudia Frank, Bruno Fronte, Thomas Mangold, Kim Wagner.
15 Jahre (Bronze): Felix Abel, Doris Aisenbrey, Hartmut Aisenbrey, Manuela Allmendinger, Ute Faigle, Claudia Grau, Ute Hartmann, Klaus Ockert, Nicole Stierle, Maren Tessari, Julia Tenzer, Norbert Walter, Sandra Weiberle.

„Mehr haben wir heute nicht verdient“

26. Februar 2024
TSV Bönnigheim – SV Horrheim 2:2 (1:1)
Beide Mannschaften agierten über die gesamte Spielzeit auf mäßigem Niveau. Das sah auch Sergej Hilgenberg so. „Es war wohl das schlechteste Spiel, das man sich als Zuschauer aussuchen konnte“, meint der Horrheimer Trainer und lieferte sogleich die Begründung nach. „Es haben die fußballerischen Grundlagen gefehlt und es gab viele Fouls.“ Seine Mannschaft ging durch einen schönen Fernschuss von Daniel Stierle in Führung (28.). Dann kassierte der SVH eine Gelb-Rote Karte (43.). „Da waren wir selber Schuld, weil wir so oft gefoult haben“, beurteilt Hilgenberg den Platzverweis. Zu allem Überfluss kamen die Hausherren auch noch zum Ausgleich. Nach einem Missverständnis zwischen Pablo Kraft im Horrheimer Tor und einem Abwehrspieler köpfte Julian Wolss ins leere Gehäuse (45.). Der selbe Spieler schoss Bönnigheim nach der Pause sogar in Führung (67.). In Unterzahl gelang David Klenk jedoch der Ausgleich (67.). „Mehr haben wir heute nicht verdient“, kommentiert Hilgenberg sachlich.

SVH mit mehr Durchschlagskraft

Tim Blessing (in Grün) versucht den Horrheimer Daniel Stierle im Zaum zu halten, doch der TSV Kleinglattbach hat mit 1:3 das Nachsehen gegen den SVH.

19. Februar 2024
SV Horrheim – TSV Kleinglattbach 3:1 (1:1)
Zwei kompakt stehende Mannschaften, aber ein gastgebender SVH, der in den entscheidenden Momenten Durchschlagskraft entwickelt – das reichte zum 3:1-Erfolg der Elf von Sergej Hilgenberg gegen den TSV Kleinglattbach. „Beide Mannschaften haben sich schwer getan, spielerisch etwas zu bewegen“, sagt der SVH-Trainer. „Das lag nicht am Platz, der war fürs Wetter ganz gut.“ Vielmehr hielten beide Teams ihre Reihen dicht. Doch schon in der 4. Minute spielten die Gastgeber einen langen Ball. „Den klären die Kleinglattbacher nicht, sondern machen einen Fehler, das war fast ein Geschenk für uns“, sagt Hilgenberg. Dominik Bahmer setzte sich im Eins-gegen-eins durch und traf zur 1:0-Führung. Ansonsten war auf beiden Seiten nicht viel los. „Es gab viele Fehler“, sagt Hilgenberg. „Kleinglattbach hat sich ein paarmal über links durchgetankt, aber dann nichts draus gemacht.“ Höchst gefährlich wurde der TSV allerdings mit einem langen Flatterball, den der Horrheimer Torwart Christian Asprion wegfausten musste. Dabei spielte er das Leder direkt auf einen zwei Meter entfernten Gegenspieler, von dem aus es direkt ins Tor prallte. Allerdings zählte der Treffer nicht, weil der Spieler vorher schon im Abseits gestanden war. In der Pausenansprache forderte der SVH-Trainer mehr Druck von seiner Mannschaft. „Wir wollten ein bisschen offensiver sein und ins Pressing gehen“, sagt er. „Das haben wir dann auch gemacht.“ Zwei Minuten war die zweite Halbzeit alt, da klingelte es schon wieder. Horrheim eroberte sich den Ball Ball im Zentrum, Emil Arnold lief auf die Viererkette zu und spielte zu Bahmer. Der schloss souverän mit links zum 2:0 ab (47.). Danach warfen die Gäste viel nach vorne und drückten, doch der SVH verteidigte auch gut. In der 77. Minute wurde über die rechte Seite Ben Borchert geschickt, der ins Zentrum zu Pajtim Ajeti spielte. „Der hat drei Mann vernascht und abgeschlossen“, berichtet Hilgenberg. „Danach hatten wir die eine oder andere Konterchance, einmal musste Kleinglattbach sogar auf der Linie klären.“ Der Ehrentreffer für die Gäste fiel in der 89. Minute. Horrheim leistete sich beim Einwurf einen taktischen Fehler, Zeki Beldek beförderte den Ball zum 1:3 ins lange Eck.

Illingen gewinnt spannende Partie

16. Februar 2024
SV Illingen – SV Horrheim 2:0 (1:0)
Der SV Illingen hat das Nachholspiel in der Fußball-Kreisliga A 3 gegen den SV Horrheim mit 2:0 (1:0) gewonnen. Die Trainer waren sich in der Spielbewertung nicht einig. „Es hätte locker 4:1 ausgehen können. Wir haben einiges liegen lassen, aber auch Horrheim hatte eine sehr gute Chance“, sagt Hüsnü Gür, der Trainer der Illinger. Seine Mannschaft schoss beim Stande von 0:0 einen Elfmeter an den Pfosten (20. Minute). Kurz darauf brachte Tolga Camlice den SVI in Führung (35.). Neuzugang Hürkan Aydin sorgte in der zweiten Halbzeit für den Endstand (75.). Sergej Hilgenberg sah seine Mannschaft im zweiten Durchgang dominant, haderte aber mit einigen Schiedsrichterentscheidungen. „Beim 0:2 steht der Horrheimer Spieler klar im Abseits und vor dem 0:1 kann man Foul für uns pfeifen“, meint der SVH-Coach.

Unerwarteter Erfolg für den SVH-Nachwuchs

Die D-Juniorinnen des SV Horrheim sorgen bei den Women Masters in Augsburg für Aufsehen und erreichen im hochkarätig besetzten Turnier den fünften Platz.

15. Februar 2024
Die D-Juniorinnen des SV Horrheim liefern eine starke Hallenrunde ab und besiegen auch internationale Spitzenteams. Die D-Juniorinnen des SV Horrheim eilen in dieser Hallenfußballsaison von Erfolg zu Erfolg. Erster Platz beim Hallenturnier in Erdmannhausen, Gewinner der Hallenmasters in Backnang, Siege bei den Turnieren in Oedheim und Bietigheim-Bissingen. Beim Hallenturnier in Obertürkheim erreichten die talentierten SVH-Kickerinnen dann den zweiten Platz – nach einer 0:2-Niederlage im Finale gegen die TSG 1899 Hoffenheim. International für Furore sorgte der SV Horrheim beim Women Masters in Augsburg. Im Spiel um Platz fünf fegte das junge Team mal eben Rapid Wien mit 5:1 aus der Halle. In der Gruppenphase wurde auch die Mannschaft von Hertha BSC Berlin II besiegt. „Wir haben es ehrlicherweise nicht erwartet, dass wir in der Halle so gut abschneiden würden. Die Schwierigkeit ist nun die Mädels wieder auf den Boden der Tatsachen zu holen und ihnen klar zu machen, dass ein Spiel auch mal verloren gehen kann“, sagt Dennis Krieger. Für den Jugendleiter der Horrheimer hat sich der positive Trend jedoch schon im Sommer abgezeichnet. Auch auf dem Rasen zeigten die Fußballerinnen ansprechende Leistungen. Mittlerweile spielt fast die gesamte Mannschaft der D-Juniorinnen auch im Bezirksförderkader. „Wir erleben gerade ein Ausnahmejahr und können das realistisch einschätzen. Allerdings haben wir uns mittlerweile einen guten Namen erarbeitet“, erzählt Krieger. Viele fußballbegeisterte Mädchen aus der Region sind auf die Jugendmannschaften des SV Horrheim aufmerksam geworden. Der Verein erfährt derzeit einen solchen Zulauf, dass zur Rückrunde ein zweites D-Jugend-Team gegründet wurde, damit alle Spielerinnen ausreichend Einsatzzeit erhalten. Der SVH hat sich – zumindest im Frauenfußball – zu einem Sprungbrett entwickelt. Die starken Leistungen der D-Juniorinnen blieben auch großen Vereinen nicht verborgen. Mit der Sersheimerin Judith Jordan wechselte die erste Spielerin aus Horrheim in die Nachwuchsakademie der TSG 1899 Hoffenheim. „Mit Hoffenheim brauchen wir uns nicht zu messen. Das ist eine ganz andere Liga“, erklärt Krieger. Sorgen, dass weitere Spielerinnen den Verein verlassen könnten, hat der Jugendleiter wenig. „Es hängt immer davon ab, welche Trainingsbedingungen wir den Mädels bieten können. Wenn wir ausreichend Trainer zur Verfügung stellen können, bleiben die Spielerinnen bei der Stange und dann wird mir auch nicht bange, dass wir im Nachwuchsbereich gute Karte haben.“ Dass die gute Jugendarbeit auch für die Frauenmannschaft einen Mehrwert hat, zeigt sich an der ersten Mannschaft, die in der Regionenliga 2 den vierten Platz belegt und im Aufstiegsrennen noch gute Chancen hat. Das junge Team besteht zu einem großen Teil aus Spielerinnen, die im vergangenen Jahr aus dem Nachwuchsbereich der Horrheimer hervor gegangen sind. Für die D-Juniorinnen des SVH stehen in der laufenden Hallenrunde noch zwei wichtige Termine auf dem Programm. Am nächsten Sonntag, 18. Februar reist das erfolgreiche Team zu den Verbandsmeisterschaften in Neckarsulm. Anfang März möchten die Nachwuchskickerinnen auch noch beim Baden-Württemberg-Finale der VR-Talentiade in Maichingen für Furore sorgen.

Ehre dem Ehrenamt

Dennis Krieger (links) und der Sportvorstand des SV Horrheim Joachim Müller freuen sich über die Auszeichnung vom DFB.

01. Februar 2024
Dennis Krieger vom SV Horrheim wird vom DFB ausgezeichnet.
Seit 1997 verleiht der Deutsche Fußball-Bund (DFB) jährlich in Zusammenarbeit mit seinen Landesverbänden den DFB-Ehrenamtspreis. Beim Ehrungsabend in Tamm ist in diesem Jahr Dennis Krieger vom SV Horrheim ausgezeichnet worden. Bereits seit 2018 bekleidet Krieger beim SVH das Amt des Abteilungsleiters Jugendfußball. Dabei ist er für insgesamt 138 fußballbegeisterte Talente – 77 Junioren und 61 Juniorinnen – zuständig. Neben koordinativen Aufgaben innerhalb der Abteilung engagiert sich Krieger jedes Jahr auch bei der Organisation des Aera-Cups sowie dem Konfi-Cup der evangelischen Kirche. Der Abteilungsleiter ist mittlerweile ein echtes Urgestein beim SV Horrheim. Schon in der E-Jugend streifte sich Krieger das Trikot des SVH über und ging seinen Weg durch sämtliche Juniorenmannschaften bis hin in den Männerbereich. Seine aktive Laufbahn hat er mittlerweile beendet und spielt seit 13 Jahren in der AH-Mannschaft des Vereins. In der Zwischenzeit hat er auch die Schiedsrichter-Prüfung für den SV Horrheim abgelegt. Dieses Engagement über viele Jahre hinweg wurde im Vereinsheim des VfB Tamm gewürdigt. Vorgenommen wurde die Ehrung von Ingo Ernst, dem Vorsitzenden des Fußball-Bezirks Enz/Murr und vom Ehrenamtsbeauftragten Armin Rau.

Horrheimer Wandertag lockt bei bestem Kaiserwetter

28. Januar 2024
Der IVV-Wandertag in Horrheim unter dem Dach des Deutschen Volkssportverbands sowie Internationalen Volkssportverbands hat Tradition: Zum 46. Mal richtete der Sportverein Horrheim am gestrigen Sonntag den Event für Wanderfreudige aus. Und die kommen von nah und fern. Mit bis zu 1000 Besuchern rechne man, sagte der SV-Vorsitzende Markus Messirek. Zwei Reisebusse haben sich aus Straßburg angemeldet, Wanderfreunde aus Thüringen wollen dabei sein. Zwei Wanderer aus Burk im Landkreis Ansbach in Franken konnten sich am noch kalten Vormittag schon ihren Abschluss-Stempel in der Mettertalhalle abholen. Schön war’s, war zu erfahren. Doch auch hiesige Wanderer sind dabei. Walter Sämann aus Vaihingen war mit dem Enzweihinger Wanderverein dabei. „Super-Strecke“, lautete sein Kommentar, und das Wetter habe „sauber mitgemacht“. Mischlingsrüde Bobbel hat es offensichtlich auch gefallen. Rund 40 Helfer waren im Einsatz, zwei DRK-Fahrzeuge standen für den Fall der Fälle bereit. Die Helfer haben ihren Spaß ebenso wie die Wanderer und es ist die Haupteinnahmequelle des 867 Mitglieder zählenden Vereins, ließ Messirek wissen. Er war am Sonntag um 5.30 Uhr an der Halle und fünf Wanderer hätten dort in ihren Wohnmobilen übernachtet, so der Vereinsvorsitzende. „Um 6 Uhr sind sie vor der Halle gestanden und haben einen Kaffee bekommen“, um 7 Uhr seien sie dann auf Strecke gegangen – gerne auch joggend. Messirek hatte auch einen sportlich gekleideten Teilnehmer gesichtet, der verkündet habe, zweimal 20 Kilometer hinter sich zu bringen. Die Teilnehmer konnten zwischen einer sieben, elf oder 20 Kilometer langen Strecke auswählen, es gab drei Stempel-Sationen mit Verpflegung und auch in der Halle musste keiner darben. Neben Schnitzel, Pommes und belegten Brötchen standen rund 70 Kuchen bereit, die aus den Abteilungen des Vereins gespendet worden waren. „Die brauchen wir auch, die Kuchen“, sagte Messirek. Drei Wanderfreunde aus Schwaigern ließen es sich schon am Vormittag in der Metteratalhalle schmecken – ganz ohne zu wandern. „Wir kommen zu den Wandertagen, weil’s schön ist“, sagte Ingrid Troßbach. Man lerne nette Leute kennen, esse und trinke etwas und „dann gehen wir wieder heim“. Für die Helfer gab es genug zu tun, die Küchen-, Kuchen- und Stempel-Teams wurden unter anderem ergänzt durch die Fahrdienste, die zum einen Verpflegung an die Stationen am Ensinger See, beim Sportgelände in Sersheim und beim Gausberg in Horrheim brachten. Darunter auch Tee, den traditionell Ortsvorsteherin Anita Götz zubereitete. Der andere Fahrdienst pendelte halbstündlich zwischen der Mettertalhalle und dem Vaihinger Bahnhof hin und her. Eben erst wären 15 Wanderer aus Pforzheim dort abgeholt worden, sagte Messirek. An der Station am Ensinger See war auch der Horrheimer Uwe Sedlmaier mit Gattin und den Enkeltöchtern angekommen. Elf Kilometer werden gewandert, „vorher fangen wir gar nicht an“, sagte er gut gelaunt. Den Enkeltöchtern gefällt es gut, berichteten sie. Das Wetter spielte bis zum Schluss mit. „Wir haben es auch schon gehabt, da mussten wir um 4 Uhr raus zum Streuen, weil es Glatteis gab“, erinnerte sich Messirek.

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