SV Horrheim - VFB Vaihingen 3:3 (1:2)

Emil Arnold spitzelt Yannick Rähmer zunächst den Ball im eigenen Strafraum vom Fuß, trifft den Vaihinger dann aber an den Hacken.

Das Stadtderby in der Fußball-Kreisliga B 7 zwischen dem SV Horrheim und dem VfB Vaihingen hat erst in der zweiten Halbzeit das gehalten, was beide Mannschaften durch ihr jeweils formuliertes Saisonziel versprochen haben. Beide wollen nämlich aufsteigen. Doch in den ersten 45 Minuten war die Partie durch viele Fehlpässe geprägt – auf beiden Seiten. Die Vaihinger präsentierten sich noch mit der etwas reiferen Spielanlage. Doch bis auf einen Kopfball von Edison Cenaj (5. Minute), der ebenso drüber ging wie ein Freistoß von Yannick Rähmer (19.), brachten die Gäste in der Anfangsphase auch nichts Gefährliches zustande. Wie man Angriffe konsequent zu Ende spielt, zeigten die Vaihinger in der 23. Minute. Cenaj setzte sich gegen vier, fünf Horrheimer durch und steckte in die Gasse auf Nico Müller durch. Dessen Hereingabe drückte Osman Erne durch die Hosenträger von SVH-Torwart Christian Asprion über die Linie – 1:0. Nur eine Minute später hätten die Gäste gleich nachlegen können. Doch Müller war bei Cenajs Flanke ein paar Zentimeter zu klein (24.). Der Treffer tat der Partie spürbar gut. Denn nun waren auch die Horrheimer im Spiel. Einen ersten Warnschuss von Sascha Berger parierte Karol Jania noch (29.). Zwei Minuten später flog der Schlussmann des VfB allerdings vergeblich. Philipp Hachtel zirkelte einen Freistoß über die Mauer zum Ausgleich in den Winkel (31.). Und wiederum nur fünf Minuten später versuchte es der Horrheimer Mittelfeldspieler erneut mit einem über die Mauer gezirkelten Freistoß. Doch dieses Mal war Jania gewarnt und fischte den Ball aus dem Eck (36.). Dass die Vaihinger mit einer Führung in die Pause gingen, lag an einem gut vorgetragenen Angriff. Nach einer Hereingabe von Rosario Belluardo warfen sich Marco Burkhardt und Jan Maier zwar zwei Mal erfolgreich in einen Schuss von Cenaj. Doch gegen den Nachschuss von Erne waren sowohl die beiden SVH-Innenverteidiger als auch Torwart Asprion machtlos – 2:1 (42.). Nach dem Seitenwechsel waren die Horrheimer sofort präsenter. „Wir sind ja hinten gelegen. Wir mussten mehr draufgehen“, berichtet Hilgenberg. Mit dem frühen Anlaufen der Gastgeber kamen die Vaihinger zunächst nicht so gut zurecht, auch wenn der Ball in der 55. Minute im SVH-Netz zappelte. Cenaj hatte einen Freistoß von Rähmer per Kopf verlängert, und Bernhard Bossert hatte per Kopf eingenetzt. Der VfB-Innenverteidiger stand aber im Abseits. Statt der 3:1-Führung für die Gäste glichen die Horrheimer aus. Nach doppeltem Doppelpass zwischen Sascha Berger und Emil Arnold steckte Letzterer den Ball in die Gasse auf Daniel Stierle durch, der Jania keine Chance ließ (60.). Fast aus dem Nichts fiel danach die erneute Führung für die Gäste. Ein Einwurf wurde über wenige Stationen zu Zeki Beldek gespielt, dessen Hereingabe von der Torauslinie in den Rücken der Abwehr Abas Husseyn ins lange Eck schlenzte (69.). Von da an war es ein vollkommen offenes Duell. Die Vaihinger hätten durch einen Schlenzer von Cenaj ebenso nachlegen können (72.) wie durch Zeki Beldek, der frei durch war (74.). Doch beide Male hielt Asprion die Horrheimer im Spiel. Für die Gastgeber brachte Simon Kiefer einen Freistoß gefährlich vors Tor, bei dem Jania mit seiner Faustabwehr Kopf und Kragen riskierte. Den Nachschuss setzte Florian Brosi knapp am Lattendreieck vorbei (71.). Und bei einem Konter zielte Emil Arnold zu mittig, um Jania zu fordern (76.). In der 79. Minute ließ dann Kiefer zwei Vaihinger aussteigen und legte auf Berger ab, der trocken ins lange Eck vollstreckte – 3:3. „Nach der Führung haben wir jeweils unsere Ordnung verloren und einen Gang rausgenommen“, ärgert sich VfB-Spielertrainer Sven Adamovic. „Wir hatten die Horrheimer eigentlich da, wo wir sie haben wollten. Doch dann packten wir Bruder Leichtfuß aus. Da sind wir zu arrogant.“ Der größte Aufreger ereignete sich aber in der 81. Minute. Cenaj schickte Rähmer in die Gasse. Der wurde von Emil Arnold abgegrätscht, der erst den Ball, dann aber auch den Vaihinger Mittelfeldspieler traf. Schiedsrichter Wolfgang Spatz entschied sofort auf Strafstoß, was zu wilden Protesten der Horrheimer führte. Der Gefoulte trat selbst an, doch Asprion parierte zunächst den Elfmeter und dann auch den Nachschuss von Rähmer. „Der Schiedsrichter hat zugegeben, dass Emil zuerst den Ball gespielt hat. Doch da er Yannick Rähmer am Weiterlaufen gehindert hat, hat er auf Strafstoß entschieden. Dass Chris Asprion ihn gehalten hat, war nur gerecht“, erklärt Hilgenberg.

SV Horrheim: Christian Asprion – Mario Werthwein (87. Jonas Hachtel), Jan Maier, Marco Burkhardt, Oliver Seidel (77. Paul Arnold), Florian Brosi, Philipp Hachtel, Simon Kiefer, Florian Palesch (69. Wabundo Ahmed Emordi), Daniel Stierle (33. Emil Arnold), Sascha Berger.

VfB Vaihingen: Karol Jania – Benjamin Götz, Bernhard Bossert, Tolga Ölmez, Nico Müller (65. Abas Husseyn), Zeki Beldek, Harun Beldek (79. Sven Adamovic), Yannick Rähmer, Rosario Belluardo, Edison Cenaj, Osman Erne (68. Constantinos Effrosinidis).

Tore: 0:1 Osman Erne (23.), 1:1 Philipp Hachtel (31.), 1:2 Osman Erne (42.), 2:2 Daniel Stierle (60.), 2:3 Abas Husseyn (69.), 3:3 Sascha Berger (79.).

Besondere Vorkommnisse: Christian Asprion (SV Horrheim) hält Foulelfmeter von Yannick Rähmer (82.).

Spieler des Tages: Tolga Ölmez (VfB Vaihingen), Simon Kiefer (SV Horrheim).

Schiedsrichter: Wolfgang Spatz.

Zuschauer: 70

Wir nutzen Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Mit der Nutzung der Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Entsprechende Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.