2. Aera-Cup des SV Horrheim 2017

Die Horrheimer B-Juniorinnen mit Romy Bahmer (links) und Alani Tiefenbach nehmen die Bundesligamannschaft des SC Freiburg in die Zange und gewinnen gegen Heidenheim.

Es ist ein kurzes Intermezzo, als die Turnierleitung verkündet, dass die F-Junioren und ihre Begleitung bitte die befestigten Gebäude oder auch gleich die Umkleiden aufsuchen sollen. „Nach dieser Runde unterbrechen wir das Turnier vorläufig für zehn Minuten“, klingt es aus den Lautsprechern. Jugendleiter Reiner Ruser erläutert die Vorsichtsmaßnahme: „Es soll nicht gespielt werden, wenn zwischen Blitz und Donner weniger als 20 Sekunden liegen, weil das Gewitter dann zu nah ist.“ Ganz so nah kam es den Nachwuchskickern am Samstag dann doch nicht. Geduscht wurden sie trotzdem.Denn während beim F-Junioren-Turnier die Kinder noch erklärt bekamen, dass Blitze schon mal aus großer Entfernung in Flutlichtmasten einschlagen und man rund ums Spielfeld einen heftigen Schlag abbekommen kann, kickten die B-Juniorinnen auf dem Nachbarplatz munter weiter. „Gewitter? Gewitter sieht anders aus“, hieß es seitens der dortigen Turnierleitung. Von Blitz und Donner blieben die Mädchen auch verschont. Doch kurz nach Anpfiff der Partie des SV Horrheim gegen den SC Freiburg setzte ein gelinder Wolkenbruch ein. Patschnass, aber pudelwohl dürften sich zumindest die Freiburgerinnen gefühlt haben – der Bundesligist gewann mit 3:0 gegen die Gastgeberinnen, die selbst immerhin in der Verbandsliga spielen. Ihr Trainer Kevin Reiner ist stolz auf sein Team. „Eigentlich hatten wir das Ziel, mindestens ein Tor zu schießen. Jetzt haben wir das erste Spiel gegen den Karlsruher SC nur ganz knapp verloren und im zweiten Spiel gegen den FFV Heidenheim sogar mit 2:0 gewonnen“, berichtet er. Und die Niederlage gegen den KSC hätte nicht sein müssen, berichten Reiner und Ruser übereinstimmend: „Das Tor für Karlsruhe war Abseits und unsere Mannschaft hätte mindestens einmal treffen können.“ So setzte Hannah Mahler das Leder einmal an den Pfosten, und ein weiteres Mal musste die KSC-Abwehr den Ball von der Linie kratzen.In ihrem zweiten Spiel gegen Heidenheim hatten die Horrheimerinnen mehr Glück. „Lena Müller hat einen schönen Weitschuss oben in den Winkel gesetzt“, berichtet Reiner. „Und Jana Klein hat in der letzten Minute nach einem Eckball mit dem Kopf auf 2:0 erhöht.“ Der Oberligist habe in den 19 Minuten keine Chance gegen Horrheim gehabt, freut sich der Übungsleiter des SVH. Die restlichen drei Spiele gegen die Bundesligisten SV Alberweiler (0:3), TSG 1899 Hoffenheim (0:2) und SC Freiburg (0:3) sind schnell abgehakt. „Gegen Alberweiler und Hoffenheim haben wir jeweils in der 1. Minute das erste Gegentor kassiert“, berichtet Reiner. „Das waren Leichtsinns-Tore. So wie wir in diesem Turnier alle Tore nach eigenen Fehlern von uns bekommen haben.“ Doch 19 Minuten lang fehlerfrei gegen die Bundesligisten aufzutreten, sei schlicht und einfach nicht möglich. So auch gegen Freiburg, als es im Verlauf der Regenpartie immer rutschiger und der Ball immer schneller wurde. Weil es kaum Turniere für Elfer-Mannschaften auf dem großen Feld gibt, haben zumindest Hoffenheim und der KSC ihr Kommen fürs nächste Jahr schon wieder zugesagt – zumal es noch weniger Turniere gibt, bei der sich die Topteams auf derart hohem Niveau messen können. Die männliche B-Jugend hatte ihr Turnier bereits von Freitagnachmittag bis zum Abend. Da setzte sich die SG Ensingen/Horrheim unter sechs Mannschaften an die Spitze – punktgleich mit der SGM Sachsenheim, die auch die gleiche Tordifferenz, aber weniger geschossene Tore hatte. Bei den D-Junioren am Sonntagmittag gewann der SC Hohenhaslach das Endspiel gegen die SF Großsachsenheim mit 2:0 nach Neunmeterschießen. Kurz zuvor hatte Großsachsenheim bei den E-Junioren noch mehr Glück gehabt und sich im Endspiel mit 1:0 gegen die SG Horrheim/Ensingen/Gündelbach durchgesetzt. Der 2. Aera-Cup beim SV Horrheim hielt sogar bei den Allerjüngsten schon einen sportlicher Leckerbissen für die Zuschauer bereit. „Das Finale bei den F3-Junioren war mindestens etwas für F1-Junioren“, sagt Ruser anerkennend, der gemeinsam mit Michael Maier und Martin Tomaschko dafür verantwortlich war, dass alles reibungslos ablief. „Die TSF Ditzingen und der SGV Freiberg haben ein gigantisch gutes Spiel für das Kindesalter gezeigt. Da ging es immer hin und her, bis Ditzingen in der letzten Sekunde den Siegtreffer zum 3:2 erzielt hat.“

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