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Kreisliga A Staffel 3

Das Kellerduell der Fußball-Kreisliga A 3 war für alle Beteiligten schwere Kost. Den Zuschauern - anfangs nicht einmal 40, später immerhin fast doppelt so viele - fehlte fußballerische Klasse. Die Spieler beider Teams standen unter Zugzwang. Und der böige Wind machte das Spiel vollends zu einer Lotterie. Da wurden schwach geschossene Pässe dank Windkraft unerreichbar und Abschläge landeten im Seitenaus. Immerhin war Gastgeber Horrheim in der ersten Spielhälfte die Mannschaft, die bedeutend mehr Druck entwickelte. Fast das gesamte Spiel trug sich in der Gästehälfte zu.Zwingende Chancen entwickelten sich allerdings nur wenige. Eine davon hatte Mario Vehlgut, einer der Aktivposten beim SVH. Ungewohnt im weißen Trikot spielend, schoss er den Ball in der 15. Minute zentral aufs Tor der Gäste. Torwart Daniel Merx streckte die Arme nach oben und lenkte das Spielgerät an die Latte. Von dort prallte der Ball ins Feld zurück, ehe die Hintermannschaft zur Ecke klärte. Da herrschte offenbar gerade Flaute. Den Eckball von Piayda drückte die nächste Windbö allerdings mit Schwung übers Tor hinweg ins Aus, ehe ein Mitspieler an den Ball hätte kommen können. Unmittelbar vor Ende der ersten Halbzeit hatte Horrheim dann noch zweimal die Möglichkeit, in Führung zu gehen. Doch erst versuchte es Sascha Berger allein, obwohl Mario Vehlgut mitgelaufen war (42. Minute). Drei Minuten später blieb dem SVH die Führung ebenfalls versagt, als mit Berger, Vehlgut und Dominik Haydl gleich drei Mann gegen Torwart Merx standen. Im Gegensatz zu Heimtorwart Kevin Reiner hatte Merx gestern vielfach die Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Piayda, Berger, Haydl und immer wieder Vehlgut - der Gästekeeper wurde oft genug ins Visier genommen. Dann in der 84. Minute war es endlich soweit. Nach einem Freistoß aus 22 Metern in den Strafraum stand Jan Maier kurz vor der Fünf-Meter-Linie goldrichtig und zog einfach ab - 1:0 für den SV Horrheim. Die Freude über den Treffer hielt bei den Gastgebern allerdings nur sehr kurz an. Denn schon drei Minuten später jubelten die Hessigheimer. Niemand stellte sich Mario Holzer energisch genug in den Weg, so dass er an der Strafraumgrenze zum Schuss kam. Das 1:1 war zugleich der Endstand, denn Schiedsrichter loannis Pervera pfiff sehr pünktlich ab. Das hatte zwar den Vorteil, duss zumindest die Zuschauer weitgehend trocken heim kamen. Doch für Trainer Piayda blieb nur ein ernüchterndes Fazit: „Unsere besten Chancen hatten wir in der zweiten Halbzeit. Da hätten wir drei, vier Konterchancen nutzen müssen. Und nach unserer Führung waren wir einmal im Zweikampf nicht entschlossen genug - da schließen sie halt ab." Piayda trauert zwei verlorenen Punkten hinterher. „Wir waren nicht die schlechtere Mannschaft und man kann auf dieses Spiel aufbauen", sagt er. Gleichzeitig weiß er auch: Im Kellerduell waren drei Punkte drin. Und gegen wen soll sein Team punkten, wenn nicht gegen den Letzten der Liga? „Wir hätten es in der Hand gehabt", sagt Piayda. Bis zu 87. Minute. Und dann kam unerwartet pünktlich der Schlusspfiff.

SV Horrheim: Reiner - Piayda, Zoller, Maier, Kiefer, Burkhardt (56. Hachtel), Andre Faigle, Haydl, Kohler, Berger (82. Dominik Faigle), Vehlgut.

TASV Hessigheim: Merx - Link (84. Alamia), Löhl, Reustle, Kunder, Piacenti (70. Krauth), Schaaf, Holzer, Eisele, Osswald, Mike Huber.

Tore: 1:0 Jan Maier (84.), 1:1 Mario Holzer (87.).

Spieler des Tages: Claus Piayda (SV Horrheim).

Schiedsrichter: loannis Pervana (Heilbronn).

Zuschauer: 75.