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VFB Vaihingen – SV Horrheim 1:0 (1:0)

„Man sieht nach dem Spiel, wer sich geopfert hat“, stellt Hilgenberg trocken fest. „Bei den Vaihingern können acht Spieler nicht mehr laufen, bei uns ist es okay.“ Es war das gewisse Etwas, das der vormalige Tabellenführer gestern vermissen ließ. „Dabei waren beim Warmmachen noch alle fokussiert“, berichtet der SVH-Trainer. „Nur auf dem Platz hat es nicht funktioniert, was wir uns vorgenommen hatten – keine Standards zu produzieren. Allein in der ersten Hälfte gab es 15 davon.“ Zwei davon ließen schon innerhalb der ersten sieben Minuten aufhorchen. Nico Müller setzte in der 3. Minute einen direkten Freistoß an den rechten Pfosten des Gästetors, das kurz drauf auch Arena ins Visier nahm (7. Minute). Doch noch blieb das folgenlos fürs Ergebnis. Als Arena nur gut einen Meter vor dem Tor den Fuß hinhielt, prallte das Leder fast senkrecht nach oben und ging drüber (13.). Während Arena auf die Knie sank und der vergebenen Chance hinterhertrauerte, schaltete Horrheim schon wieder auf Angriff. Doch auch das Tor von VfB-Keeper Csaba Juhasz ließ sich nicht treffen – egal ob von Felix Abel, Joshua Krone, Marco Burkhardt oder Jonas Brosi. Gute Spielzüge gab es hüben wie drüben, nur krankte es oft am letzten Ball. „Wir hatten ein Chancenplus“, versichert Arena. Und ein Foul am Spielertrainer sorgte kurz vor Ende der ersten Halbzeit für die Torgefahr, die schließlich zum einzigen Treffer des Spiels führte. Arena sank mit einem lauten Schrei zu Boden, nachdem er kurz vor dem Strafraum der Gäste getroffen worden war. Der Freistoß blieb in der Mauer hängen, der Nachschuss ebenfalls. Doch die Horrheimer schafften es auch nicht, den Ball aus der Gefahrenzone zu befördern. So gelangte VfB-Kapitän Rosario Belluardo fast genau an der Stelle an den Ball, wo vorher der Freistoß war – nur diesmal ohne Mauer, und obendrein erwischte er SVH-Schlussmann Christian Asprion auf dem falschen Fuß. Noch bevor der Ball im Gehäuse einschlug, riss Arena die Arme zum Torjubel hoch. „Wir haben darum gebettelt“, ärgert sich Hilgenberg. „Drei Mal haben wir den Ball nicht weggebracht.“ Der Treffer fiel für die Gastgeber zum denkbar günstigsten Zeitpunkt. Und die Gäste haderten bis zum Seitenwechsel mit ihrem Spiel. „Wir haben es mit langen Bällen versucht, aber vorne hatten wir gleich wieder Verluste“, berichtet Hilgenberg. In Hälfte zwei zeigte der SV Horrheim eher das Spiel, was der Übungsleiter sehen wollte. Doch es reichte nicht mehr, um das Ergebnis zu drehen. Chancen gab es allerdings auf beiden Seiten genügend, das Resultat deutlich höher ausfallen zu lassen. Sieben Minuten nach Wiederanpfiff schloss Jan Maier einen Horrheimer Angriff mit einem schwungvollen Kopfball in Richtung Tor ab und prallte dabei mit Juhasz zusammen. Im leeren Tor rettete Benjamin Götz unmittelbar vor der Linie. Gleich beim nächsten Angriff grätschte der Keeper den Ball im letzten Augenblick vor dem heranstürmenden Krone ins Toraus, und bei der folgenden Ecke gelangte Abel unter Bedrängnis nicht richtig an den Ball. Auf der anderen Seite war unter anderem Müller drauf und dran, das Ergebnis zu erhöhen, scheiterte aber ähnlich knapp wie gleich zu Spielbeginn bei seinem Pfostenschuss (60.). Im Gegenzug zog Abel nach einem langen Einwurf in den Strafraum aus der Drehung ab, doch Juhasz erreichte den Schuss mit einer Parade. Er geriet zwar noch mehrfach unter Beschuss, hielt aber sicher. Derweil setzten die Vaihinger zu mehreren Kontern an. Bei einem der schönsten Tempoläufe vergab der eingewechselte Abdullab Trawally in der in der 79. Minute von der rechten Seite. Götz, der zuvor noch im leeren Tor gerettet hatte, wäre in der 83. Minute der Spott sicher gewesen. Der Verteidiger rutschte aus, gleich zwei Horrheimer stürmten in den Strafraum. Doch Juhasz wehrte zwei Torschüsse in Folge ab. Als in der 85. Minute ein paar VfB-Anhänger völlig verfrüht begannen, beim Schiedsrichter mehrmals pro Minute das Spielende einzufordern, gab der Vaihinger Torwart dem Unparteiischen erst recht Grund, noch ein wenig länger spielen zu lassen. Juhasz ließ in aller Ruhe Abel auf sich zukommen, nahm im letzten Augenblick den Ball mit den Händen auf und hatte ihn bereits sicher, als er sich schließlich auch noch platt auf den Rasen fallen ließ. Ali Kemal Sisman ließ sich nicht beirren und blieb seiner Linie treu, so wie er auch schon während der Partie immer wieder seine Entscheidungen begründet und sich dann weitere Ratschläge verbeten hatte. Trotz fünf, sechs Minuten Nachspielzeit änderte sich am Spielstand nichts mehr. Damit bleibt es an der Tabellenspitze der Kreisliga B 6 weiterhin eng. Bis auf den TSV Enzweihingen, der vor zwei Wochen 1:1 gegen Vaihingen gespielt hat, haben alle Mannschaften aus der Spitzengruppe jetzt mindestens eine Niederlage kassiert, die Bezirksliga-Reserve des TSV Phönix Lomersheim gestern gegen Enzweihingen sogar schon ihre zweite. „Wir haben es weiter selbst in der Hand“, gibt sich Hilgenberg optimistisch. Denn die Begegnungen der Topteams untereinander haben gerade erst begonnen.

VfB Vaihingen: Csaba Juhasz – Ramon Moreira (60. Mehmet Göreli), Benjamin Götz, Rosario Belluardo, Adrian-Gabriel Szekely (68. Andrea Capparelli, 76. Abdullab Trawally), Nico Müller, Emanuel Isaia, Pasquale Arena (80. Qendrim Emini), Daniel Beck, Ahmed Ciftci, Fabio Tricarico.

SV Horrheim: Christian Asprion – Florian Brosi, Pascal Kohler (23. Mario Vehlgut), Pajtim Ajeti (60. Marius Kohler), Jan Maier, Felix Abel, Joshua Krone, Tom Borchert (72. Luis Weber), Jonas Brosi (46. Daniel Stierle), Sascha Berger, Marco Burkhardt.

Tore: 1:0 Rosario Belluardo (43.).

Spieler des Tages: Daniel Beck (VfB Vaihingen).

Schiedsrichter: Ali Kemal Sisman (TB Ruit).

Zuschauer: 180.

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