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AH-Stadtpokal 2012

Ausgerechnet den bis dato heißesten Tag des Sommers hatten sich die AH-Fußballer für ihren Stadtpokal ausgesucht. Die Spiele begannen am Nachmittag bei brütender Hitze. Es kam jedoch noch schlimmer. Denn gegen 17 Uhr musste das Turnier wegen eines heftigen Gewitters mit bis zu Tischtennisball großen Hagelkörnern unterbrochen werden. Doch statt der erhofften Abkühlung brachte der Regen nur eine tropische Schwüle mit sich. „Das ist wie Fußball spielen in der Sauna. Als ob ständig jemand einen Aufguss macht", jammerten die Spieler nicht nur einmal. Unter den gegebenen Umständen schwanden die Kräfte noch schneller als sie es wegen der Hitze ohnehin schon getan hatten. Und mit schwindenden Kräften stieg die Reizbarkeit. Teilweise überstieg der Ehrgeiz nun einfach die eigene Leistungsfähigkeit. Und je länger das Turnier dauerte, desto öfter wurden Schiedsrichter, Gegen- und Mitspieler angemeckert. Insgesamt blieb jedoch alles im Rahmen. Die Unparteiischen mussten niemanden vom Platz stellen. Und auch untereinander konnte man sich hinterher wieder problemlos in die Augen schauen und gemeinsam ein Bierchen trinken. Am besten kam der TSV Enzweihingen mit den kräfteraubenden Bedingungen zurecht. Mit zwölf Feldspielern und einem Torhüter war das Team um Aktiven-Trainer Hans-Ulrich Rähmer nach Horrheim angereist. Bei nur fünf Feldspielern, die gleichzeitig auf dem Platz stehen durften, bedeutete das mehr als genügend Möglichkeiten für kräfteschonende Wechsel. Torhüter Michael Schock bestätigte dies nach dem Finale. „Dass wir jede Position doppelt besetzt hatten, war ein enormer Vorteil." Andere Vereine, die nur ein oder zwei Auswechselspieler mitgebracht hatten, hatten da deutlich mehr zu kämpfen. So manch einer wollte in den letzten Partien nach seiner Auswechslung nicht noch einmal aufs Feld.

Für die Gündelbacher Alten Herren (Mitte) gab es kaum ein Durchkommen gegen die Enzweihinger Defensive.

Vor allem die Teams aus Gruppe B hatten allerdings auch in der Vorrunde einiges leisten müssen. Bis zum letzten Spiel war diese Gruppe spannend. Kleinglattbach sicherte sich schließlich mit einem mühsamen 0:0-Unentschieden gegen Vaihingen den Gruppensieg. Bei einem Sieg des VfB wären die Kleinglattbacher allerdings draußen gewesen. Denn zeitgleich rettete sich Roßwag mit einem 0:0 gegen die insgesamt torlos gebliebenen Gastgeber punktgleich den zweiten Rang. Vaihingen folgte nur einen Zähler dahinter. Deutlich leichter hatten es da Enzweihingen und Gündelbach in der anderen Gruppe. Nach einem 2:l-Sieg zum Auftakt gegen den-späteren Endspielgegner war Enzweihingen schon früh auf Kurs Halbfinale, konnte sich sogar ein torloses Unentschieden gegen Riet leisten. Gündelbach hielt sich nach der Auftaktniederlage schadlos und zog als Zweiter in die nächste Runde ein. Im Halbfinale war dann schon zu merken, dass die Gruppe B mehr Kraft gekostet hatte. Roßwag blieb dennoch an Enzweihingen dran, unterlag am Ende nur knapp mit 0:1. Noch spannender machte es Kleinglattbach, das erst im Neunmeterschießen gegen Gündelbach den Kürzeren zog. Vor allem bei den Roßwagern war nach der knappen Halbfinalniederlage aber die Kraft zu Ende. Offensiv konnten die Fußballer aus dem westlichsten Vaihinger Teilort kaum noch dagegenhalten. Kleinglattbach genügte so ein Tor zum dritten Platz. Ähnlich wie den Roßwagern im kleinen Finale ging es den Gündelbachern im Endspiel. Enzweihingen stellte mit zwei frühen Treffern schnell die Weichen auf Sieg. Erst in der Schlussphase kam der FC dann mit dem Mute der Verzweiflung noch ein paar Mal gefährlich vors Enzweihinger Tor. Doch Keeper Schock hielt seinen Kasten sauber und sorgte so für den Sieg des Teams, das am Ende am besten mit den schwierigen Bedingungen umging. Denn während einige Spieler anderer Teams stehend k.o. waren, wirkten viele Enzweihinger noch geradezu frisch.